Wie Aggression entsteht - Alltagsausgleich - Weniger Stress, mehr Entspannung!

Wie Aggression entsteht

Aggression ist ein Verhaltensmuster, das beim Menschen biologisch verankert ist. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet “sich bewegen, angreifen”. Höhlenmalereien zeigen bereits unsere frühen Vorfahren bei gewalttätigen Handlungen.

Wie entsteht Aggressivität?

Bestimmte Situationen oder Reize lösen Aggressionen aus. Meist sind es negative Gefühle, die sie hervorrufen, wie Frustration, Schmerz, Angst oder Hunger. Ob und wie sich Aggressivität in Ihrem Verhalten ausdrückt, hängt von Ihrer Persönlichkeitsstruktur und sozialen Normen ab.
Ihre Angriffsbereitschaft kann sich gegen andere Menschen, gegen Gegenstände oder gegen Sie selbst richten. Jemanden verbal anzugreifen, zu schlagen, zu verleumden oder ihm nicht zu helfen, obwohl die Möglichkeit dazu besteht, sind nur einige Möglichkeiten, anderen absichtlich zu schaden.

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Formen der Aggression

Aggressives Verhalten äußert sich in verschiedenen Formen:

● als offene und verdeckte Bereitschaft zum Angriff,
● direkt und indirekt (z. B. durch Diffamierung),
● vom Einzelnen oder von Gruppen ausgehend (bis hin zum Krieg),
● als selbstverletzendes Verhalten, das sich gegen sich selbst oder gegen andere richtet.
In unserer Gesellschaft wird aggressives Verhalten, wenn es in Gewalt umschlägt, nicht berücksichtigt. Kinder sollten schon früh lernen, ihre negativen Emotionen wie Ärger und Wut zu zügeln und Konflikte friedlich zu lösen. In anderen Bereichen, wie z. B. im Geschäftsleben, wird Ihre Aggressivität jedoch hoch angesehen, z. B. wenn sie zur Ausschaltung von Konkurrenten oder zur Gewinnmaximierung eingesetzt wird.

Auslöser von Gewalt

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind Aggression und ihre Auslöser Gegenstand der psychologischen Forschung. Die Wissenschaftler beschäftigen sich damit, was neben körperlichen Angriffen dazu führen kann, dass wir Menschen aggressiv handeln.

Wut

Ein Faktor, der aggressiv machen kann, ist Wut, vor allem, wenn man eine bestimmte Person als Auslöser sieht. Wut kann enorme Mengen an Energie freisetzen, die sich in Schlägereien äußern und sogar zu tödlichen Konfrontationen führen können.

Soziale Ausgrenzung und Armut

Die US-amerikanische Neuropsychologin Naomi Eisenberger erkannte durch ihre Forschungen, dass das menschliche Gehirn soziale Ausgrenzung, Demütigung und Armut in gleicher Weise bewertet und mit Aggression reagiert wie die Erfahrung von körperlicher Gewalt.
Sie fand heraus, dass Verletzungen Teile des neuronalen Schmerzsystems aktivieren, die sonst für die Wahrnehmung von körperlichem Schmerz zuständig sind. Soziale Ablehnung kann genauso aggressiv machen wie körperlicher Schmerz.

Gewalt als Strategie

Wenn Sie in Ihrer Kindheit oder Jugend die Erfahrung gemacht haben, dass Gewalt Ihnen geholfen hat, Ihre Ziele zu erreichen, werden Sie diese Strategie so schnell nicht aufgeben. Das gilt besonders dann, wenn Sie wenig Alternativen zu diesem Verhalten gesehen haben. Auch Eltern und Lehrer spielen hier eine große Rolle. Von ihnen lassen sich Kinder von gewalttätigem Verhalten abhalten.

Provozierende Situationen

Auch bestimmte Umgebungen können aggressives Verhalten fördern. Je anonymer die Umgebung und je geringer die Aussicht auf mögliche Konsequenzen, desto mehr lassen Menschen ihren Aggressionen freien Lauf.
Zum Beispiel im Straßenverkehr: Die Anonymität des eigenen Autos schafft eine gefährliche Mischung aus Zeitdruck mit frustrierenden und provozierenden Situationen. Selbst sonst friedliche Menschen werden hier manchmal zu Rowdys.

Drei Typen von Gewalttätern

Dass Sie ein aggressives Potenzial haben, ist sinnvoll; es hilft Ihnen, sich zu schützen, Ihre Bedürfnisse durchzusetzen und sich abzugrenzen. Hat ein Mensch jedoch ein übermäßiges Aggressionspotenzial, besteht die Gefahr, dass er durch bewusst eingesetzte oder unkontrollierte Gewaltausbrüche zum Straftäter wird.
Laut dem Hirnforscher Gerhard Roth von der Universität Bremen gibt es hauptsächlich drei Typen:
● Der erste hat gelernt, dass Gewalt eine Strategie für ihn ist, um erfolgreich zu sein.
● Der zweite fühlt sich schnell bedroht oder abgelehnt und hat Schwierigkeiten, seine Impulse zu kontrollieren. Laut Roth gehören 70 Prozent aller Täter zu diesem Typus.
● Der dritte Typ ist der sogenannte Psychopath. Er ist planmäßig gewalttätig und handelt oft besonders brutal. Psychopathen haben kein Mitgefühl oder Reue für ihre Taten.

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