TIPPS ZUR RICHTIGEN WUNDVERSORGUNG - Alltagsausgleich - Weniger Stress, mehr Entspannung!

TIPPS ZUR RICHTIGEN WUNDVERSORGUNG

Wenn Kinder spielen, draußen in der Natur ihre körperlichen Grenzen erweitern oder drinnen mit den Eltern herumtollen, kommt es leider immer wieder zu Wunden. Meist sind es nur kleine Verletzungen, die sich Kinder zuziehen. Trotzdem ist es gut, wenn Sie wissen, wie Sie diese Wunden am besten behandeln. Mit der richtigen Wundversorgung verbessern Sie nicht nur den Heilungsprozess – Sie verhindern auch Narbenbildung.

Tipp für Eltern: Feuchte Wunden heilen besser

Die moderne Wundbehandlung setzt auf ein feuchtes Wundmilieu. Es ist erwiesen, dass Wunden, die feucht gehalten werden, schneller und besser heilen als trockene, verschorfte Wunden. Eine Wunde im Freien trocknen zu lassen und die Krustenbildung zu fördern, gilt heute als veraltet.
In der modernen Wundbehandlung sorgen Sie nach der Reinigung und Desinfektion für ein feuchtes Wundmilieu. Die Behandlung von kleinen Wunden ist einfach: Nach der Reinigung der Wunde tragen Sie ein Wundgel auf. Anschließend decken Sie die Wunde mit einem Saugkörper, auch hydroaktives Wundkissen genannt, aus der Apotheke ab.
Um Tetanus vorzubeugen, sollte Ihr Kind gegen Wundstarrkrampf geimpft sein.

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Wie behandle ich welche Wunde?

Schürfwunden und Schnittwunden

Gerade in jungen Jahren ziehen sich Kinder bei Stürzen häufiger Schürfwunden zu. Diese Schürfwunden sind meist schmutzig, haben ausgefranste Wundränder und sind schmerzhaft. Trotzdem können Sie sie genauso behandeln wie kleine Schnittwunden mit glatten Wundrändern: reinigen, desinfizieren, Wundgel auftragen. Anschließend decken Sie die Wunde mit einem feuchtigkeitsspendenden Pflaster ab. Für Verletzungen an oder in der Nähe der Fingerkuppe gibt es spezielle Fingerpflaster.
Reinigen Sie die Wunde mit klarem Leitungswasser oder Wundspray. Sollten Sandkörner o. ä. in der Wunde verbleiben, können Sie diese vorsichtig mit einer sterilen Pinzette entfernen. Anschließend desinfizieren Sie die Wunde mit einem Antiseptikum, am besten einer schmerzfreien Variante.
Bei großen, stark verschmutzten oder stark blutenden Schürfwunden ist es besser, sie dem Arzt zu zeigen. Das Gleiche gilt für tiefe Schnittwunden, die eventuell genäht oder geklebt werden müssen. Ein Arzt kann Schnittwunden im Gesicht Ihres Kindes so behandeln, dass sie keine sichtbaren Narben hinterlassen.

Kratzer und Bisswunden

Wenn Ihr Kind von einer Katze gekratzt oder von einem Hund gebissen wurde, desinfizieren Sie die Wunde und decken Sie sie mit einer atmungsaktiven Abdeckung ab. Bei Kratz- und Bisswunden, egal ob von Tieren oder Menschen verursacht, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen oder in ein Krankenhaus gehen. Tier- und Menschenspeichel enthalten viele Bakterien, und die Infektionsgefahr ist hoch. Sie können nur sehr oberflächliche, harmlose Kratzer mit Wundspray oder Wasser reinigen und desinfizieren, ein Wundgel auftragen und mit einer luftdurchlässigen Abdeckung versehen.

Punktionswunden

Nur oberflächliche Punktionswunden sollten Sie selbst versorgen und ansonsten direkt zum Arzt gehen. Nägel, Glasscherben oder Scheren können tief in das Gewebe eindringen und mit Keimen kontaminiert sein. Lassen Sie solche Fremdkörper am besten von einem Arzt entfernen.

Risswunden

Platzwunden am Kopf oder oberhalb des Auges bluten oft stark. Deshalb sehen sie im ersten Moment bedrohlicher aus, als sie in der Regel sind. Risswunden entstehen dort, wo die Haut Ihres Kindes direkt auf dem Knochen aufliegt. Deshalb schmerzen sie besonders stark. Wenn Sie zu zweit sind, kann einer von Ihnen versuchen, das Kind zu beruhigen, und der andere kann sich um die Wunde kümmern.
Auch bei Risswunden ist die erste Behandlung das Reinigen, Desinfizieren und Abdecken. Suchen Sie bei größeren Risswunden und allen Risswunden im Gesicht sofort den Arzt auf. Sie müssen eventuell genäht werden, um sichtbare Narben zu vermeiden.

Wenn Ihr Kind verletzt ist, braucht es genauso viel emotionale Unterstützung wie eine ruhige Hand. Sprechen Sie mit Ihrem Kind, beruhigen Sie es, nehmen Sie es in den Arm und trösten Sie es, wenn es weint. Die erste Versorgung von Wunden ist immer: reinigen, desinfizieren, abdecken mit einer atmungsaktiven, saugfähigen Auflage.

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