Nagelpilz: erkennen, behandeln, vorbeugen - Alltagsausgleich - Weniger Stress, mehr Entspannung!

Nagelpilz: erkennen, behandeln, vorbeugen

Die kleinen und großen Zehen sind am häufigsten von Nagelpilz (Fachbegriff: Onychomykose) betroffen. In den meisten Fällen wird er durch sogenannte Fadenpilze (Dermatophyten) verursacht. Die Infektion ist hartnäckiger und komplizierter als zum Beispiel der Fußpilz. Außerdem ist sie ansteckend. Unbehandelt greift der Pilz auf andere Nägel über. Im schlimmsten Fall schälen sie sich ab. Damit es gar nicht erst so weit kommt, erklären wir, wie man die Pilzinfektion erkennt, wie man sie behandelt und wie man sie am besten gar nicht erst bekommt.

Symptome

Da ein Nagelpilzbefall zunächst meist keine Schmerzen verursacht, fällt er nicht immer sofort auf. An diesen Anzeichen können Sie Nagelpilz frühzeitig erkennen:
● Der befallene Nagel verfärbt sich gelblich bis bräunlich.
● Die Oberfläche des Nagels wird fleckig.
● Die Substanz des Nagels ist verdickt und brüchig.

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Wie und warum entsteht Nagelpilz?

Der Erreger Trichophyton rubrum ist für etwa 84 Prozent aller Nagelpilzinfektionen verantwortlich. Meist dringt der Pilz von der umgebenden Haut in die Unterseite der Nagelplatte ein und breitet sich dort aus. Die Nagelplatte hebt sich dann ab und verfärbt sich gelb.
Pilze mögen warmes und feuchtes Klima. Schwimmbäder, Saunen, Umkleidekabinen oder Fitnessstudios sind daher der perfekte Nährboden für sie – und Menschen, die dort barfuß laufen, sind die perfekten Opfer: Die Fadenpilze setzen sich an den Füßen fest und können später auf die Zehennägel übergreifen und Nagelpilz verursachen. Auch Schweißfüße können zu Fuß- und Nagelpilz führen. Etwa ein Drittel der Bevölkerung leidet darunter, Männer häufiger als Frauen. Weitere Risikofaktoren für die Entstehung von Nagelpilz an den Zehen sind Fehlstellungen der Füße und Diabetes mellitus.

Nagelpilz-Therapie

Der Arzt kann Nagelpilz besonders schnell und effektiv behandeln. Wie er dabei vorgeht, entscheidet er individuell, je nachdem, wie weit sich der Nagelpilz ausgebreitet hat und welche Symptome vorhanden sind. Meist setzt er Fungizide (sogenannte Antimykotika) ein.
Ohne ärztliche Hilfe sollten Sie nur dann gegen den Pilz vorgehen, wenn er nur wenige Nägel befallen hat und kein befallener Nagel komplett infiziert ist. Sie können folgende Mittel einsetzen:
Zur äußerlichen Behandlung: In der Apotheke sind spezielle Nagellacke, Gele oder Stifte gegen Nagelpilz rezeptfrei erhältlich. Ihre Wirkstoffe sind z. B. Ciclopirox, Amorolfin, Bifonazol und Harnstoff. Beim Auftragen des Nagellacks müssen Sie die Seite des Nagels sorgfältig bestreichen.
Zur inneren Behandlung: In der Apotheke erhalten Sie auch Tabletten und Kapseln, die den Nagelpilz von innen angreifen und im ganzen Körper wirken. Allerdings sollten Sie diese erst anwenden, wenn sich der Nagelpilz stärker ausgebreitet hat. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, denn auch freiverkäufliche Medikamente haben Nebenwirkungen. Sie müssen sie über einen langen Zeitraum (bis zu zwölf Monate) einnehmen, um alle Pilze abzutöten. Wenn Sie die Behandlung zu früh beenden, kann der Nagelpilz immer wieder zuvor gesunde Stellen befallen.

Nagelpilz vorbeugen

Um Fuß- und Nagelpilz vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Füße immer trocken und gut vor Infektionen geschützt sind. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:
● Trocknen Sie Ihre Füße und die Zehenzwischenräume nach dem Duschen oder Baden immer gut ab. Verwenden Sie nur Ihr eigenes Handtuch.
● Tragen Sie Schuhe aus Leder oder atmungsaktivem Material, vermeiden Sie synthetische Materialien.
● Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe nicht zu eng sind.
● Von Zeit zu Zeit Desinfektionsmittel in die Schuhe sprühen, um Bakterien abzutöten.
● Wenn Sie neue Schuhe kaufen, probieren Sie sie nie ohne Socken an. Am besten desinfizieren Sie sie vor dem ersten Tragen nach dem Kauf.
● Auch Ihre Strümpfe und Socken sollten aus natürlichen, atmungsaktiven Fasern bestehen. Spätestens alle zwei Tage wechseln und bei 60 Grad waschen. Nur so lassen sich Bakterien abtöten.
● Wenn Sie zu Schweißfüßen neigen, sollten Sie regelmäßig ein Fußbad nehmen. Salbei, ätherische Öle, Haushaltsnatron oder Apfelessig wirken antibakteriell.
● Das Gesündeste für unsere Füße ist es, barfuß zu laufen. Es fördert die Durchblutung und stärkt die Muskulatur. In Schwimmbädern und Co. sollten Sie jedoch Flip-Flops tragen, um Bakterien und Pilze zu vermeiden.

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