Feuchte Makula: Besser gewappnet gegen Sehverlust - Alltagsausgleich - Weniger Stress, mehr Entspannung!

Feuchte Makula: Besser gewappnet gegen Sehverlust

Sie ist kaum bekannt, doch unbehandelt hat die Augenkrankheit drastische Folgen: Die feuchte altersbedingte Makuladegeneration (AMD) kann sich ab dem 50. Lebensjahr entwickeln und greift die Fähigkeit, scharf zu sehen, an.

Viele altersbedingte Augenerkrankungen lassen sich gut behandeln: Beim Grauen Star wird eine neue Linse implantiert, beim Grünen Star helfen Medikamente – nur gegen die feuchte AMD war die Medizin lange machtlos. Patienten und Ärzte mussten sich mit der Tatsache abfinden, dass die unheilbare Krankheit die Sehnervenzellen im Zentrum des scharfen Sehens zerstört – bis hin zur weitgehenden Erblindung. Doch im Kampf gegen die feuchte Makula hat die Medizin in letzter Zeit große Fortschritte gemacht.

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AMD mit scheinbar harmlosem Beginn

Sie leiden an einer unheilbaren Augenkrankheit: Diese Diagnose schockierte Patienten lange Zeit, als der Augenarzt die feuchte altersbedingte Makuladegeneration (AMD) diagnostizierte. Denn diese heimtückische Krankheit beginnt scheinbar harmlos: Viele Betroffene gehen ahnungslos zum Augenarzt, weil sie gerade Linien verzerrt sehen oder Farben verschwommen erscheinen. Auch nehmen sie graue Flecken wahr, genau dort, wo etwas scharf gesehen werden muss.
Der Augenarzt weiß sofort: Diese Symptome deuten auf eine feuchte Makula hin.
Bei der altersbedingten Makuladegeneration kommt es zu Ablagerungen im Zentrum der Netzhaut, wo sich besonders viele Sehnervenzellen befinden. Durch die Ablagerungen wird die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen gestört. Die Sehnervenzellen verlieren ihre Funktion und sterben ab. Das Gefährliche: Wenn der Betroffene die ersten Symptome bemerkt, ist bereits ein irreparabler Schaden entstanden – die Nervenzellen können sich nicht mehr erneuern.

Neue Therapiemöglichkeiten

Bei der fortschreitenden feuchten AMD bilden sich zwar Blutgefäße in der Netzhaut, diese sind jedoch brüchig und sondern Flüssigkeit ab. In der Folge schwillt die Netzhaut an, die Versorgung der Sehnervenzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen leidet stark. Deshalb wird die Krankheitsaktivität – also das Fortschreiten und der Schweregrad der feuchten AMD – über die Menge der Krankheitsflüssigkeit definiert. Wir Ärzte sind sehr darauf bedacht, die Flüssigkeit in einem frühen Stadium zu erkennen, um sie zu behandeln.

Konsequentes Einhalten der Therapie erforderlich

Die Verabreichung von Medikamenten bei feuchter AMD gehört heute in vielen Augenarztpraxen zum Alltag. Generell gilt, dass eine individuell auf den Patienten abgestimmte Therapie so früh wie möglich beginnen muss. Eine frühzeitige Behandlung kann die Photorezeptorzellen und damit das Sehvermögen sowie vor allem den betroffenen Bereich der Netzhaut erhalten. Es versteht sich von selbst, dass eine konsequente, dauerhaft eingehaltene Therapie die Sehleistung auch langfristig erhält. Dies geschieht derzeit mit einer frühzeitigen kontinuierlichen Gabe von Wirkstoffen in das Auge.

Doch gerade diese als unangenehm empfundenen Injektionen direkt ins Auge machen den Patienten therapiemüde. Und hierin liegt ein Risiko: Patienten sollten sich darüber im Klaren sein, dass ein Abbruch der Behandlung den weiteren Verlauf der Erkrankung und die Verschlechterung der Sehleistung stark beschleunigen kann. Betroffene können innerhalb kürzester Zeit ihre restliche Sehleistung verlieren.

Schmerzfreie Untersuchung zur Diagnose der AMD

Um die feuchte AMD möglichst lange in Schach zu halten, muss die Therapie unbedingt eingehalten werden – unangenehme Spritze hin oder her, es geht um das Augenlicht. Und je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsaussichten. Mit schmerzfreien Untersuchungsmethoden kann der Augenarzt die AMD erkennen, bevor sich Symptome bemerkbar machen. Auch regelmäßige Selbstkontrollen, zum Beispiel mit dem Amsler-Gitter, helfen, Veränderungen wahrzunehmen.

Das Amsler-Gitter, eine Testkarte mit einem schachbrettartigen Linienmuster, gibt Hinweise auf eine mögliche Makuladegeneration. Betroffene sehen die Linien verzerrt oder durch graue Flecken unterbrochen. Da sich die feuchte AMD bei vielen Betroffenen nach einigen Jahren auch im zweiten Auge entwickelt, können sie mit Hilfe des Amsler-Gitters frühzeitig Hinweise auf den Ausbruch der Krankheit im zweiten Auge erhalten.

Die feuchte AMD ist heute die Hauptursache für Erblindung in der westlichen Welt. Bei konsequenter Einhaltung der Therapie kann jedoch jeder Betroffene aktiv dazu beitragen, sein Sehvermögen lange zu erhalten und damit seine persönliche Unabhängigkeit.

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