Dekubitus - Dekubitus vorbeugen und behandeln - Alltagsausgleich - Weniger Stress, mehr Entspannung!

Dekubitus – Dekubitus vorbeugen und behandeln

Ein Dekubitus beschreibt den Zustand, der entsteht, wenn eine bestimmte Hautpartie besonders lang anhaltendem Druck ausgesetzt ist. Da dieser Bereich nicht mehr ausreichend durchblutet wird, kommt es zu Gewebe- und Hautschäden. Aber nicht nur bettlägerige Menschen sind von Dekubitus betroffen, auch Rollstuhlfahrer und Menschen mit Lähmungen sind von diesem Problem betroffen.

Druckgeschwüre: wenn die Haut unter Druck steht

Langes Liegen und Sitzen übt besonders hohen Druck auf die Hautpartien am Rücken, am Hinterkopf, an den Ellenbogen, Fersen und Schultern aus. Gerade an diesen Stellen ist der Knochenanteil besonders hoch, der von wenigen Schutzpolstern in Form von Weichteilen bedeckt ist.
Müssen die Patienten nun lange auf dem Rücken liegen, wirkt ihr gesamtes Körpergewicht auf diese Bereiche, und die Haut wird in der Regel schlecht durchblutet, da die Blutgefäße zusammengedrückt werden. Könnten sich die Betroffenen bewegen, würden sich diese Körperteile bald erholen, und die Durchblutung würde ihren normalen Lauf nehmen. In vielen Fällen ist dies jedoch nicht möglich.

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Ursachen für Dekubitus

Neben allgemeiner Bettlägerigkeit oder langem Sitzen gibt es noch weitere Faktoren, die Druckgeschwüre begünstigen können:
● Prothesen, die nicht richtig sitzen
● Hautfalten
● Zu enge Gipsverbände
● Infusionsschläuche oder Katheter
● Zu enge oder zerknitterte Kleidung
Darüber hinaus gibt es bestimmte Umstände, die zu einem erhöhten Risiko für Dekubitus führen:
● Diabetes
● Fortgeschrittenes Alter
● Durchblutungsstörungen
● Andere Krankheiten
● Mangelernährung
● Dehydrierung
● Verheilte Stellen von Dekubitus

Wie man einen Dekubitus erkennt

Druckgeschwüre werden im Allgemeinen in vier verschiedene Stadien unterteilt. Zu Beginn sind sowohl leichte Hautveränderungen in Form von Rötungen als auch schwere Schäden an Gewebe, Sehnen, Muskeln und Knochen möglich.

Dekubitus Stadium 1

Im ersten, noch recht harmlosen Stadium, ist die Haut meist dauerhaft gerötet. Ein drohendes Druckgeschwür können Sie mit einem kurzen Test erkennen: Drücken Sie mit dem Finger auf die gerötete Stelle. Wenn diese unter Druck nicht weiß wird, könnte es sich um ein erstes Druckgeschwür handeln. Leichte Schwellungen, warme Stellen oder Verhärtungen der Haut sind in diesem Stadium ebenfalls möglich.

Dekubitus Stadium 2

Im zweiten Stadium ist die Haut meist schon geschädigt. Sie erkennen dies an Blasen, Schürfwunden oder offenen Stellen an der Hautoberfläche.

Dekubitus Stadium 3

Bei einem Dekubitus dritten Grades ist die Haut soweit geschädigt, dass sie tief sitzende Wunden aufweist und das Gewebe erheblich verletzt ist.

Dekubitus-Stadium 4

Im letzten und schlimmsten Stadium des Dekubitus sind bereits Schäden an Knochen, Sehnen oder Muskeln entstanden.

Behandlung von Dekubitus

Um zu verhindern, dass sich die wunden Stellen der Haut weiter entzünden und möglicherweise sogar von Bakterien befallen werden, die schwere Infektionen verursachen können, ist eine sachgerechte und sorgfältige Behandlung erforderlich. Vor allem bettlägerige und medikamentenabhängige Patienten benötigen die Hilfe und Aufmerksamkeit des Pflegepersonals. Auch drohende Blutvergiftungen (Sepsis) sind keine Seltenheit, wenn die Behandlung unterbleibt.

Druckgeschwüre richtig behandeln

Wenn bereits ein Dekubitus aufgetreten ist, ist es wichtig, dass die entstandenen Wunden richtig behandelt werden. Dazu müssen die betroffenen Stellen entlastet werden, was durch regelmäßiges Umlagern oder Umbetten gewährleistet werden kann. Dadurch wird auch die Entstehung von Dekubitus verhindert.
Hinzu kommt eine frühzeitige Erkennung des Dekubitus, damit die Heilungschancen so gut wie möglich sind und sich die Symptome nicht weiter verschlimmern. Hilfsmittel wie Wechseldruckmatratzen helfen bei der gezielten Behandlung und verhindern, dass die Haut zu stark belastet wird.

Dekubitus-Behandlung durch den Arzt

In jedem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden, sobald der Verdacht auf einen Dekubitus besteht. Dieser entscheidet dann je nach Beschwerden und Symptomen, welche therapeutischen Maßnahmen zu ergreifen sind. Auf keinen Fall handeln Sie auf eigene Faust, wenn Sie Ihre Angehörigen zu Hause pflegen. Bei kleinen Wunden kann ein lockerer und steriler Verband ausreichen, bei exsudierenden Wunden kann eine sterile Kochsalzlösung erforderlich sein.
Bei offenen Wunden durch Druckgeschwüre wird in vielen Fällen auch ein spezieller Hydrokolloid-Verband angelegt, der dafür sorgt, dass die Wunde nicht mit dem Pflaster verklebt und trotzdem optimal heilen kann. In manchen Fällen muss abgestorbenes Gewebe chirurgisch entfernt und die Wunde auf Infektionen untersucht werden.

Dekubitus vorbeugen

Damit Patienten gar nicht erst wund liegen, müssen sie umgelagert und ihre Haut in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Wenn es die Erkrankung zulässt, kann ein gewisses Maß an Bewegung helfen, die Beschwerden zu lindern oder sogar zu verhindern.

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