Beckenbodentraining - Darum ist es wichtig, den Beckenboden zu trainieren - Alltagsausgleich - Weniger Stress, mehr Entspannung!

Beckenbodentraining – Darum ist es wichtig, den Beckenboden zu trainieren

Der Beckenboden ist unsichtbar und macht sich erst richtig bemerkbar, wenn er Schwierigkeiten macht. Deshalb ist es am besten, den Beckenboden in jedem Alter zu trainieren und mit gezieltem Beckenbodentraining Problemen nach der Geburt oder im Alter vorzubeugen. Wir haben für Sie einige Übungen zur Stärkung des Beckenbodens zusammengestellt.

Was ist der Beckenboden eigentlich?

Der Beckenboden besteht aus verschiedenen Gewebestrukturen. Muskeln, Sehnen und Bindegewebe bilden den Beckenboden und stützen die Organe, die im Beckenbereich liegen.
Er verläuft von Sitz zu Sitz und vom Steißbein bis zum Schambein. Sowohl Männer als auch Frauen haben einen Beckenboden. Bei Männern ist der Beckenboden stabiler, weil Frauen eine Öffnung im Beckenboden für die Geburt haben. Außerdem wird der weibliche Beckenboden während der Schwangerschaft und Geburt stark beansprucht.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Festigkeit und Elastizität des Beckenbodens ab. Schon vorher haben manche Menschen mehr Probleme mit ihrem Beckenboden als andere. Schwaches Bindegewebe, Übergewicht und häufiges schweres Heben sind einige Faktoren, die den Beckenboden schwächen.

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Deshalb ist Beckenbodentraining wichtig

Solange mit dem Beckenboden alles in Ordnung ist, merkt man gar nicht, dass es ihn gibt. Bei einem schwachen Beckenboden machen sich jedoch folgende Probleme bemerkbar:
● Belastungsinkontinenz: Menschen mit einem schwachen Beckenboden können ihren Urin bei Belastungen wie Hüpfen, Niesen, Husten und Sport nicht halten. Dies ist besonders bei älteren Menschen der Fall. Bei jungen Frauen während der Schwangerschaft oder nach der Geburt wird der Beckenboden so stark beansprucht, dass auch sie von diesem Problem betroffen sind.
● Rücken- und Hüftschmerzen: Der Beckenboden stabilisiert den unteren Rücken. Ist der Beckenboden schwach, kann er diese Stütze nicht geben, und der Körper muss die fehlende Stütze anders kompensieren. Dadurch entstehen eigentlich unnötige Schmerzen.
● Gefühl der unvollständigen Entleerung von Blase und Darm: Ist der Beckenboden schwach, kommt es zu Problemen bei der Kontrolle von Blase und Darm, was den Alltag behindern und das persönliche Wohlbefinden negativ beeinflussen kann.
● Senkung der Gebärmutter: Wenn die Spannung des Beckenbodens nachlässt, senkt sich die Gebärmutter zusammen mit der Blase und dem Enddarm. Besonders betroffen sind Frauen in den Wechseljahren. Dies führt zu Schmerzen im Unterbauch, Druckgefühl, Inkontinenz und Rückenschmerzen.
● Geringes Lustempfinden oder Schmerzen beim Sex: Ist der Beckenboden gut durchblutet, steigert dies das sexuelle Lustempfinden. Ist Ihr Beckenboden jedoch nicht in guter Verfassung, kann Sex sehr unangenehm sein. Die Vagina fühlt sich weiter an, wenn der Beckenboden entspannt ist, als wenn er angespannt ist. Schmerzen beim Sex zeigen besonders deutlich, dass die Muskeln geschädigt sind.

Beckenbodenübungen verschaffen Linderung bei Beschwerden

Viele der schwachen Beckenbodenbeschwerden können durch gezieltes Beckenbodentraining rückgängig gemacht oder zumindest gelindert werden. Gezieltes Training mit Beckenbodenübungen stärkt die Muskulatur im Inneren des Beckens.
Sie werden dadurch flexibel und elastisch und können die Organe leichter stützen. Außerdem wird dadurch die Durchblutung im Unterkörper gesteigert. Auf diese Weise werden die Organe besser mit Sauerstoff versorgt und die Symptome verschwinden.
Mit den richtigen Beckenbodenübungen kann der Beckenboden seine Aufgabe, den unteren Rücken zu stabilisieren, wieder wahrnehmen. Das bedeutet, dass Fehlhaltungen und Rückenprobleme verschwinden.
Der Beckenboden verbindet auch den unteren Teil des Körpers mit dem Oberkörper. Die Muskeln um das Schambein sind daher bei allen Bewegungen wichtig. Sind diese Muskeln fit und aktiv, führt dies zu einer besseren Körperhaltung, einem stabilen Gleichgewicht, einer reibungslosen Koordination und mehr Dynamik im gesamten Bewegungsablauf.
Ein gut trainierter Beckenboden sorgt außerdem für eine bessere Durchblutung des Beckens. Das steigert die Lust auf Sex und sorgt für mehr Erregung, weil Sie sich in Ihrem Körper wohlfühlen. Außerdem wirkt die Vagina bei einem gut trainierten Beckenboden enger, so dass sich der Sex für Sie und Ihren Partner besser und intensiver anfühlt.
All das ist Grund genug, Ihre Muskeln regelmäßig mit Beckenbodenübungen zu trainieren. Am besten präventiv, bevor sich die ersten Schwächen bemerkbar machen.

So können Sie Ihren Beckenboden spüren

Bevor wir Ihnen einige Übungen zum Beckenbodentraining zeigen, ist es wichtig, dass Sie lernen, den Beckenboden wahrzunehmen. Sie können den Beckenboden nicht sehen, weil die Muskeln im Inneren liegen. Für ein effizientes Training mit Beckenbodenübungen ist es notwendig, ihn zunächst zu spüren.
Eine einfache Übung, um den Beckenboden zu spüren, ist das Anspannen des Schließmuskels der Harnröhre. Das funktioniert genau so, als ob Sie beim bewussten Urinieren den Harnstrahl stoppen wollten. Dabei wird nicht nur der Schließmuskel angespannt, sondern auch der Beckenboden. Bei Beckenbodenübungen ist das Ziel, die Beckenbodenmuskeln anzuspannen, nicht nur die Bauch- und Gesäßmuskeln.

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